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Aachener Kunstroute: Kafka in der Sperrmüll-Höhle Von Ingrid Peinhardt-Franke  28.09.2012 Aachener Nachrichten Aachen. Kafka lässt grüßen - er ist der Blickfang des Mammut- Werkes gleich gegenüber der Eingangstür. Schwarz-weiß verbaut ist der Raum mit bemaltem Sperrmüll, der einen Raum im Raum bildet, dann einen engen Gang, im Gang zum zweiten großen Galerieraum, der ebenfalls dank Sperrmüll Konsumdesaster und Zivilisationskritik gleichzeitig ist. Eine regelrechte Kunsthöhle betritt der Besucher in der    Aachener Galerie Freitag 18.30. Am kommenden Wochenende    öffnet sie als eine von insgesamt 35 Stationen ihre Türen. An den    Wänden pulst pralles Leben: Wie Streckennetze einer U-Bahn    ziehen sich weiße Linien durch schwarze Felder, Porträts    bekannter Künstler und Philosophen hängen dazwischen. Schnell    erfassen die Blicke die chaotische Struktur, nur langsam gelingt    die Orientierung in den Mehrfach-Überlagerungen von Sperrmüll-    Bau, Wandmalerei, Porträts und Objekten zwischen Paranoia und    Philosophie, Kulturkritik und Kitsch.    Der Künstler Helge Hommes ordnet seinem Kafka-Porträt ein paar    Deko-Pilze zu, hübsch arrangiert auf einem Sessel vor einer schwarzen    Grusel-Ecke. Ganz in der Nähe findet sich eine Reihe hölzerner    Grabschilder mit Namen und Daten der Verstorbenen. Dank Hommes    erfahren sie eine letzte Ehre, statt pietätlos auf dem Sperrmüll zu    verrotten.    Neben der gigantischen Müll-zu-Kunst-Metamorphose, die den    ironischen Titel «...noch besser leben» trägt, geht es dem zwischen    Aachen und Leipzig pendelnden Künstler auch um die Wucht der    Rebellion gegen den endlosen Konsum, der den Müll verursacht.    Inmitten der bisweilen wuchtigen Installation, unter den Blicken der    Denker kommt es zu blitzschnellen Assoziationen. Hommes hat in    wochenlanger Arbeit eine Bühne des Lebens geschaffen, eine Bruchbude    der Welt, die sich körperlich erfahren lässt - als Abenteuer von    Entdeckungen für die Besucher, als Erlebensprozess auch für ihn selbst.    In der Malerei schließlich, die sein ursprüngliches Metier ist, zitiert er    sich selbst mit raumgreifenden Baum- und Astmotiven, die ihn bekannt    machten.    Bescheiden, wie Hommes nun einmal ist, preist er nicht die enorme    Vielschichtigkeit seiner etwa 75 Quadratmeter umfassenden Arbeit,    sondern sagt schlicht: «Mir ist das Wichtigste, dass die Menschen, die    die Ausstellung sehen, über sich nachdenken.» Dazu und zum    Austausch der Gedanken werden die Besucher am Samstag und    Sonntag Gelegenheit finden. Der Künstler wird in der Galerie Freitag   18.30, Steinkaulstraße 11, an beiden Tagen anwesend sein. ·
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