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MORGENLAND / eine Ausstellung von Helge Hommes   in der Galerie Teapot, Köln 15 Mai - Ende August 2014 ____________________________________________ Helge Hommes, ist das nicht der, der die Bäume malt? Seit ich ihn kenne malt er Bäume!? Falsch! Er setzt sich seit Jahren mit dem Baum als " Gegenüber " als Spiegel, als Orakel, das er befragt, auseinander. "Die Architektur der Natur " ist in seinem Fokus, immer noch. Schwarz - weiße Astgebilde, immer im Ausschnitt fokussiert, prägten lange sein Werk. Das Baumskelett, das Rückrad bar gegen den weisen Himmel, die Leere als Gewand, … auf der Suche nach Erkenntnis. Das Baumportrait kam hinzu. Ein einziger Baum, den er immer wieder als Bezugspunkt suchte, ihn regelrecht malerisch erforschte. Malerei in der Spanne von abstrakt bis Fotorealismus war sein Spielfeld. Durch den Baum auf der Suche zu sich selbst. Was sich bei dieser Suche ergab, war erstmals im Frühjahr 2012 bei Teapot in Köln zu sehen. Eine Radikale Selbstanalyse, manifestiert in Installation und Malerei. Durch's " Ich " zum Wir. Die Reise ging weiter. Es blieb der Baum, als Zentrum seiner Auseinandersetzung. Die Beuys'sche Zauberformel LEBEN = KUNST  + KUNST = LEBEN ist mit ihm verschmolzen. 2012 / 2013 / 2014, waren bzw. sind für ihn Jahre vielfältiger Aktionen. Sein Spektrum erweiterte sich, nachdem er in diesen Zaubertrank fiel. Er hat Beuys nie kennengelernt, nie ein Wort mit ihm gewechselt. Er hat  kein Kunststudium absolviert, aber er hat diesen Mann und dessen Weltverständnis für sich als geistigen Mentor entdeckt. 3+1 Aktionen aus diesen Jahren beschreiben sein neues Hauptspielfeld: … 2012, die erste Errichtung eines 13 Meter hohen Sperrmüllbaumes. Eine soziale Plastik?      Viele Menschen nahmen auf unterschiedlichste Weise daran teil.      Mit der Erkenntnis sich selbst zu gestalten ging man auseinander. … 2013, das Schreiben des Manifestes " Helge macht Feuer "      und dessen 1. Veröffentlichung in der Galerie Queen Anne in Leipzig.     (- gibt es einen besseren Ort um eine Revolution zu starten !? ) … 2014, im Frühjahr, wiederum in Leipzig, eine sich diesem Manifest anschliessende Podiumsdiskussion      mit Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Philosophie.      Die Frage " wie wollen wir leben? " stand im Zentrum. … und in naher Zukunft, zum 9. Oktober 2014, eine Installation mit dem Titel " DAS UR-LICHT ".      Es ist sein Beitrag zum Lichterfest in Leipzig, der 25. Jahresfeier des Gedenkens an die friedliche Revolution,      die zur Wiedervereinigung Deutschlands führte. Ich kenne Helge Hommes nun schon lange und richtig gut. Wir begegnen uns eher selten - abseits der Kunst. Er bat mich ein Gespräch, was wir vor einigen Tagen führten, als Grundlage für eine Beschreibung der aktuellen Ausstellung in Köln zu nehmen. Sie trägt den Titel MORGENLAND. Ich denke, man muss ihn wirklich gut kennen, um zu verstehen, was ihn Tag für Tag antreibt. Was man auf jeden Fall über Helge Hommes sagen kann, ist, dass er unbeirrbar, ohne nach links oder rechts, nach Erfolg oder Trends zusehen, seinen Weg authentisch geht. Er hat keine Malerei studiert, bringt es aber gerade in diesem Medium zu einer Meisterschaft, die sich nicht begrenzt, sich nicht in einen Stil zwängt, sich in Format undTechnik immer nach dem Ausdrucksanliegen orientiert. Es zeichnet ihn aus, dass er eine über die Jahre so markante Bildsprache, die schwarz-weißen Arbeiten, die über lange Zeit die Auseinandersetzung mit der Architektur der Natur spiegelten, nicht ausschlachtet, sondern statt dessen neugieriger und experimentierfreudiger wurde, seinen Gedanken folgt und diese ausarbeitet. All zu leicht passiert es doch Künstlern, dass sie sich dem Kunstmarkt preisgeben. Das Gegenteil ist hier der Fall. Wenn man sich bei ihm auf was verlassen kann, dann ist es, dass er, wie auch in dieser Ausstellung, dem Betrachter eine ernste kritische Auseinandersetzung abverlangt. Die Bilder sind im Format schon immer sperrig,…zu Groß oder zu klein…nie für über's Sofa gemacht. Thematisch immer quer gedacht - nie angelegt, um einfach ein Bild zu malen. Wir sehen in dieser Kölner Ausstellung im Frühjahr 2014 Malerei von Ihm. Malerei, die seine lebensphilosophische Haltung offenbart, mit der Frage " wie wollen wir leben " aufgeladen ist, bei aller Melancholie und apokalyptischen Befürchtungen und Andeutungen, mit Zuversicht beseelt ist, …eben so, wie er selbst lebt. Eine Gräte im Hals der konsumgetriebenen kranken Gesellschaft, die kratzt, unbequem - daher aber umso notwendiger und begehrenswerter ist. MORGENLAND  …eine Ausstellung, die den Fokus auf " unkontrolliertes " Wachstum in der Pflanzenwelt legt, gepaart mit Ängsten, Befürchtungen und Zuversicht. Dazu ein Blick auf die Evolution, auf die Gesellschaftsentwicklung der Menschen, auf eine Gruppe von Portraits von Menschen, die quer dachten  - mit der Frage an uns gestellt: " Was haben wir daraus gemacht? " MORGENLAND, teils Blicke in ein altes Gewächshaus, teils Planzen, einzeln als monotypische Betrachtung ins reine Weiß gesetzt. Karl Blossfeldt fotografierte vor mehr als Hundert Jahren die Pflanzenwelt. Die Schwarzweißfotografien sind uns bis heute ein Lexikon der Architektur der Natur. Wie veränderte sich damals die Gesellschaft? Der Jugendstil entwickelte sich parallel. Was war gestern, was wird morgen sein. Eine Frage von damals, eine Frage von heute und morgen. Helge Hommes malt Pflanzen von morgen. - Mutiert? - können sie denken? - können sie sprechen? - sind sie gut? - oder schlecht? - giftig? - genießbar? - haben sie uns überlebt? Die Welt danach… - nach dem der " homo demens ", der " irre " Mensch, die blaue Kugel nicht mehr im Griff hatte. Eine apokalyptisch anmutende Welt? Durchaus und Durchaus nicht, … gleichzeitig! MORGENLAND … 155 x 300 cm, Öl - und Wandfarbe auf Leinwand, still und starr ruhet der See. Eine malerisch melancholische Betrachtung. Paul Clean hätte dazu passende Worte gefunden. MORGENLAND … 200 x 300 cm, Öl - und Wandfarbe auf Leinwand, ein sperriger alter Baum verwehrt uns im Wald den Zugang zum lichten Horizont. Bevor wir einen Schritt in Richtung Horizont machen können,verheddern wir uns in unseren geistigen Schubladen und verfangen uns im wuchernden Unterholz. Tief in uns angelegt liegt der Kompass, den wir brauchen, um die Herausforderung zu meistern. MORGENLAND … 200 x 250 cm, Öl - und Wandfarbe auf Leinwand, Wasser hat all das Chaos geflutet. Es ist Winter, es wird Frühling, es wird Sommer, es wird Herbst, es wird Winter, es wird Frühling … wie im Film …wie im Leben. MORGENLAND … 200 x 400 cm, Öl - und Wandfarbe auf Leinwand, zuerst war der Baum. Er nahm uns in seine Arme, …hat er sich in der Berührung mit uns infiziert? Hat er genug Kraft, um im Frühjahr wieder auszuschlagen? Über allem liegt Weiß, - still, - schweigend, - hoffend … Eine andere Werkgruppe in der Ausstellung, … die Portraits. Er nennt sie " die WIR-Familie ", seine  " WIR- Familie ", Menschen, mit dehnen er eine geistige Schnittmenge fühlt und fragt : " …wer ist Ihre WIR- Familie? " Gibt es eine Schnittmenge zwischen Ihrer und seiner " WIR-Familie "? Diesen portraitierten Menschen, mit dem Blick " was haben wir aus deren Anregungen gemacht ", mit mahnendem Fokus auf das Hier und Jetzt beseelt ins Gesicht gesehen. Diese Menschen, die sich ein Leben lang mit der Frage " nach anderen gesellschaftlichen Lebensformen " auseinandersetzten, hat er würdigend gemalt. Die Schwarz -weißen Portraits (Wandfarbe auf Abfallkartonage) haben den Charakter einer Zeichnung. Sie sind mit Drähten, Kabeln, Energieleitern, die aus der Stirn austreten, versehen. Der Geist dieser Menschen begegnet uns in Form von metaphysischer Energie.   " Machen wir doch was draus " … ich denke, mit diesem Schlusssatz geht Helge d'accord. Ein Freund / April 2014 ______________________________________________________________________________ ____________________________ Das Manifest " Helge macht Feuer " ( in Buchform mit Hör-CD ) … ist in der Galerie unter dem Motto "…gib was Du kannst " erhältlich. Es spannt den Rahmen um diese Ausstellung und verbindet sie mit der Ausstellung im Museum Siegburg, die ebenfalls unter dem Titel MORGENLAND am 29. Juni 2014 stattfindet.
go on... MORGENLAND