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Köln 2012 / Galerie Teapot - Helge Hommes …folge mir eine erste Bühne um all die Gedanken, die ich mir bei dem Projekt machte, der Öffentlichkeit vorzustellen  AUSSCHNITT AUS DEM MANIFEST HELGE MACHT FEUER Hast Du denn von all dem nichts gewusst, Papa? Eine Frage, die meine Kinder an mich stellen könnten. Eine Frage, die ich in meiner Jugend auch meinem Vater stellte. Man könnte einfach sagen: Alles ist bekannt und schweigen! Oder eben: Stellung beziehen und anfangen, alles zu benennen. Ich fang an, ich nehme Stellung - und schweige dann.  Lebensbeobachtungen, Lebenserfahrungen und gewonnene Erkenntnisse verlangen nach Ausdruck. Verschiedene Ausdrucksformen, Malerei, Installation, Theater und Sprache bilden im Zusammenspiel dieses Manifest. Möchte ich alles am liebsten rausschreien?… oder es erkennend, … nur leise und ruhig … ausatmen? Die Basis, von der ich ausgehe: Die Frage, wie wir mit Wahrheiten umgehen. Wir empfinden Naturgesetze, Erkenntnisse, Bezüge als Wahrheiten. Selbst die Gesetzgebung hat für viele Menschen etwas von Wahrheit. Grundsätzlich wird im Alltag erstmal übersehen, dass alles in Relativität gebettet ist. Erst wenn man anfängt, sich darüber einen Kopf zumachen stößt ein Gedanke den nächsten an.  Wir glauben an die Wahrheit. Wir suchen und definieren Wahrheiten, um uns Halt zu geben, den wir brauchen, an dem wir uns orientieren können und müssen.  Müssen deshalb, weil wir zu schwach sind, im Nicht-Wissen klar zu kommen. Wir meinen, uns einen Überblick zu verschaffen und spinnen uns ein Netz, das uns trägt, schützt, aber auch einengt - in Einem. Das Netz wird zum Netzkäfig und der Netzkäfig ist unser Himmelszelt. Unter ihm fühlen wir uns geborgen und sicher. Das Himmelszelt ist traditionell ein Renner für Verliebte und Geborgenheitssuchende. Ein Leben ohne Regeln, ohne Fixpunkte kriegen wir nicht hin. Ich seh' den Sternenhimmel … und staune auch.
AUSSCHNITT AUS DEM MANIFEST    HELGE MACHT FEUER    BONUSMATERIAL / PUNKT 5 5. Die Frage … wer bin ich? … zentral für die Erkennung meiner selbst und daraus sich bildend, die Frage nach dem Platz, den ich im grossen Ganzen einnehme oder einnehmen könnte oder bewusst nicht einnehmen will. Die Frage "…wer bin ich " bekommt in einer Zeit, in der das Ego-feeling so mega-in ist und dringend mit dem  " yes, we can - feeling ", mit dem Gefühl für das " Wir " neu zusammengebracht werden sollte eine sehr gewichtige Bedeutung und fordert auf, genauer hinzuschauen. Es ist die Basis für Verhaltensänderungen, die anliegen. Man fragt sich und blickt auf die vertrauten Eigenschaften, Vorlieben, Zu- und Abneigungen, eventuell sogar Leidenschaften, bis hin zu den " schwarzen Seiten " in sich selbst. Man erkennt zunehmend, dass man sich verhält, Rollen lebt, die man aus unterschiedlichsten Gründen mitunter selbst so gestaltet hat. Der Punkt kommt, dass man anfängt zu differenzieren, zu werten und dann hier und da feststellt, dass man doch nicht ganz " d'accord " mit sich ist. Zur eigenen Person bezogen, entstehen Gefühle wie Stolz auf der einen und Peinlichkeit auf der anderen Seite. Noch mal etwas deutlicher gesagt: Man entdeckt, dass einen das Umfeld geprägt hat und setzt das in Bezug zu den Erbprägungen. Zwei Schuldschutzmechanismen des Egos: Entweder sind die anderen Schuld oder man versteckt sich hinter seiner Herkunft, seinen Eltern und seiner Erziehung, … usw. Wo man so leicht zu sich selbst sagt: " so bin ich eben, …das hab ich im Blut, …mein Oppa war auch schon so ". Die Familie, der Kindergarten, die Freunde, die Schule, die Lehrer, die Kirche, die Firma, die Partei,…usw. lassen uns Rollen annehmen, denen wir bemüht sind gerecht zu werden, auch wenn sie uns schaden. Wir werden zum Klassenclown, zum stillen Entchen, zum gemeinen Bruder, zum Besserwisser, zum Alleskönner, zum Mittelstürmer, zum kleinen Bruder, zur großen Schwester, zum Vater, zur Mutter, zum Erfolgreichen,…zum Coolen….usw. ein Rollentheater, was wir gerne bereit sind zu spielen. Die Selbstanalyse sollte aber soweit führen, dass man wirklich die beiden Wirkungen des prägenden Umfeldes und die Frage " wo komm ich her, ... meine Eltern etc. ", als Schale zum eigenen Kern, dem Ich dem Ego erkennt. Erst dann kann man auch an den Kern rangehen und dass wird dann wirklich hart …oder letztendlich befreiend.   Für viele Menschen ist dieser Weg der Selbstbeleuchtung bis hier schon kaum vorstellbar. Geschweige denn, daran zu denken, nach dieser ist - Befragung die Frage anzuschliessen: Wie könnte denn nach dieser Feststellung eine Persönlichkeitsänderung aussehen, die man angehen könnte, nach dem man feststellt, dass die ein oder andere Rolle oder das Verhalten oder der Sein-Zustand einem nicht mehr zusagt? Gut, hier spaltet sich halt das Volk, in wenige, die sich weiter entwickeln und viele, die einfach so weitermachen. Eine Selbstreflexion, die man meist langsam angeht, man lernt Schritt für Schritt genauer hinzuschauen. Das kann dahin führen, sich neu zu sehen, andere niemals vorher für möglich gehaltene Seiten in sich zu entdecken. Alternative Handlungsmöglichkeiten können sich so eröffnen. Das Gefühl: " … das dauert ja alles viel zu lange " und "die meisten Menschen sind einfach viel zu bequem ", steht oft im Raum. Das frustriert auf den ersten Blick, weil wir wegen dieser Gefühlspaarung zu schnell aufgeben. Wir sind doch alle zusammen ein sehr bunter Haufen, bilden ein reichhaltiges Farbspektrum ab mit unterschiedlichen Qualitäten. In dem Ganzen mit Bedacht seinen Platz zu bestimmen, ... wie könnte ich mich denn noch anders einbringen? einen erweiternden Radius einnehmen, … ohne Unter - und Überschätzung, ohne Neid und Missgunst, sondern den durch Selbstanalyse gefundenen Platz mit Freude zu leben, kann eine spannende Aufgabe sein. Diese Fragerei ist so wichtig, um nicht als desinteressierter Langeweiler ein Leben abzuleben, an dessen Ende dann das böse Erwachen oder das unerträgliche dumpfe Dahinvegetieren, nicht nur für einen selbst, sondern auch für die Mitmenschen zur erdrückenden Last wird. Wenn's schief geht, ist es auch ein Weg … für viele ein Glücksfall … es kommt auf den Standpunkt an. Es kann schon früh eine unbewusste Blockade zum kritischen Hinterfragen im Kopf entstehen, die einen daran hindert, über gegebene Grenzen hinaus zu denken. Der Zaun ist das Ende der Welt. Das heißt, an die Veränderung generell nicht zu glauben. Man läuft ein Leben lang dem Vorgegebenen hinterher. Man bekommt zu Essen, ein Dach über den Kopf, man wird regelmäßig geschoren und der Herr macht daraus das, was er teuer verkauft und was hinter dem Zaun in der anderen Welt zur Schau getragen wird. Er wird an einem reich und man selbst bleibt außen vor. Die Frage " gefällt mir das so " keimt nie, oder wenn mit Neid gepaart. Alles nicht tragisch, solange es nur von außen als tragisch gesehen wird. Für die anderen: Man wird schon von zu Hause aus, vom ersten prägenden Umfeld, zum kritischen Denken erzogen beziehungsweise begleitet. Das in der Schule zu lernen, ist eine weitaus schwierigere Hürde, da Querdenker schnell als Außenseiter abgestempelt werden und man dann noch eine ganz andere Qualität intus haben muss, um nicht zu scheitern. Unser Schulverständnis ist auf Nachmachen und Auswendiglernen von vielen lebensfremden Dingen ausgerichtet, … in der herkömmlichen Schule lernt man leider nicht das Lernen. ( Hier eine Querverweis auf den wichtigen Bonuspunkt  9. : Bildungsreform / Schule heute. ) Die Entwicklung des Selbstbewusstseins ist weichenstellend. Schon relativ früh im Leben Bestätigung, Lob für Getanes zu bekommen, fördert die Bildung von Selbstbewusstsein. Hört man hingegen zu oft, "das kannst du noch nicht ", anstatt  " probier es doch mal  " ist das sehr verhängnisvoll  und weitreichend, … es ist vielen Menschen nicht bewusst, ... ist es ein Drama?
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